Das ändert alles: Apple stößt Nvidia in die Krise mit einem doppeltem Paukenschlag

GPU-Gigant Nvidia bekommt unerwartete Konkurrenz, und das auf höchstem Niveau: Apple steigt in den Markt für Grafikkarten ein!

Bei den jüngsten Neuigkeiten von Apple kann man als Tech-Redakteur schon mal ins Staunen geraten. (Hintergrund KI-generiert mit Adobe Firefly). Bei den jüngsten Neuigkeiten von Apple kann man als Tech-Redakteur schon mal ins Staunen geraten. (Hintergrund KI-generiert mit Adobe Firefly).

Apple ist für vieles bekannt, aber sicher nicht dafür, ein Gaming-Gigant zu sein. Was man dagegen von Apple kennt, sind berühmte Eine letzte Sache noch...-Momente.

Genau so einen Moment der ganz besonderen Art hatte Apple-CEO Tim Cook nun zum 50. Geburtstag des Unternehmens zu bieten. In einer Pressenveranstaltung ließ er gleich zwei Bomben platzen:

  1. Apple steigt in das Geschäft für Grafikkarten ein, aber wie! Dadurch droht dem bisherigen Platzhirschen Nvidia eine handfeste Krise, wie selbst Nvidia-CEO Jensen Huang gestehen muss: Apple hat jetzt die Lederjacke an, so Huang in einer ersten Reaktion.
  2. GTA 6 kommt nach den Konsolen ein Jahr lang exklusiv für macOS. Windows-Nutzer müssen also noch länger warten als bislang gedacht.

Alle Details dazu erfahrt ihr jetzt.


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Apple geht beim Gaming All in

Nicht weniger als die schnellste Gaming-GPU der Welt will Apple laut Cook in petto haben, basierend auf dem großen Erfolg der eigenen M-Chips mit der noch nicht veröffentlichten Top-Variante M6 Max.

  • Launch-Modelle: Zum Start wird es drei Grafikkarten unter dem neuen Markennamen Ray i geben, die Ray i G6 Max (Highest End), die Ray i G6 Pro (High End) und die Ray i G6 (Lower High End).
  • Leistung der Top-GPU: Mit dem Spitzenmodell G6 Max will Apple nicht weniger als die RTX 5090 von Nvidia um satte 50 Prozent schlagen. Kommen die ebenfalls angekündigten KI-Funktionen für das Upscaling (Apple Ray iU) und die Generierung von Zwischenbildern (Apple Ray iF) hinzu, sollen es sogar bis zu 100 Prozent sein.
  • Leistung der weiteren GPUs: Die Ray i G6 Pro liegt laut Apple weit vor der RTX 5080 und die Ray i G6 weit vor der RTX 5070 Ti beziehungsweise der RX 9070 XT von AMD.

Cook ist sich sicher: Auf Nvidia und AMD kommen schwere Zeiten zu.

Schwere Zeiten dürfte es auch für Microsoft geben: Die Apple-Grafikkarten werden nur unter macOS laufen, nicht aber unter Windows. Das macht auch den besonderen Deal mit Rockstar möglich.

Laut Apple arbeitet das Unternehmen bereits seit Jahren von der Öffentlichkeit unbemerkt mit Rockstar und weiteren Spieleentwicklern zusammen, um vom Start weg runde Treiber mit hoher Performance bieten zu können. Wir heißen ja nicht Intel, so Cook.

Doch wie lange müssen wir noch warten, um uns selbst davon überzeugen zu können?

Apple Ray i: Release, Preis und die Speicherfrage

Die Apple-Grafikkarten erscheinen bereits in vier Tagen beziehungsweise am 5. April, also dem Gründungstag von Nvidia. Auch das ist wohl als klare Botschaft des Tech-Giganten aus Cupertino an die Konkurrenz zu verstehen.

Die preisliche Staffelung sieht dabei folgendermaßen aus:

  • Ray i G6 Max (64 GB): 3.333 Euro
  • Ray i G6 Pro (48 GB): 2.222 Euro
  • Ray i G6 (32 GB): 1.111 Euro

Selbst das kleinste Modell hat schon so viel VRAM zu bieten wie Nvidias aktuelle Top-Grafikkarte in Form der RTX 5090. AMD kommt dagegen maximal auf 24 GB (Radeon RX 7900 XTX) beziehungsweise 16 GB (Radeon RX 9070 XT).

Auf unsere Nachfrage hin, wie Apple das in Zeiten der Speicherkrise möglich machen konnte, antwortete Cook nur: Was glaubt ihr wohl, wer die Speicherkrise in Wahrheit ausgelöst hat?.

Bislang rühmte sich Nvidia mit seinen KI-Beschleunigern dafür, weil sie in passenden Rechenzentren millionenfach zum Einsatz kommen. Doch jetzt wird klar: Der wahre Speicherfresser ist Apple mit seiner riesigen Vorproduktion der neuen Ray-i-GPUs, die sich auch für KI-Rechenzentren bestens eignen sollen.

Wir vermuten, dass dieses Bild mit KI erstellt wurde. Apple schwört uns gegenüber aber, dass es sich um ein echtes Foto der Ray-i-GPUs handelt. (Bild KI-generiert mit Adobe Firefly) Wir vermuten, dass dieses Bild mit KI erstellt wurde. Apple schwört uns gegenüber aber, dass es sich um ein echtes Foto der Ray-i-GPUs handelt. (Bild KI-generiert mit Adobe Firefly)

Uns stehen strahlende Zeiten bevor

Die neuen Grafikkarten und ihre fortschrittlichen KI-Funktionen sind dabei laut Cook erst der Anfang und bereits für die nahe Zukunft ist vieles mehr geplant:

  • Schon im nächsten Jahr stehen Deluxe-Neuauflagen an. Im besten Fall sind sie nochmal schneller und mit mehr Videospeicher ausgestattet als die ersten Ray-i-GPUs, im schlechtesten Fall tragen sie einfach nur einen neuen Namen.
  • Ebenfalls geplant: Notebook-Varianten der Apple-Grafikkarten. Sowohl durch die Namensgebung als auch durch verschiedene TDP-Stufen soll dabei für maximale Verwirrung bei Endkunden gesorgt werden, um (inoffiziell) geltende Industriestandards nicht zu torpedieren, so Apple.
  • Nach den wohlwollenden Reaktionen der Gaming-Community auf Nvidias DLSS 5 wird im Herbst 2026 eine ähnliche Funktion in Form von Apple Ray iS kommen. Tim Cook dazu:

Wir haben mit Siri und Apple Intelligence unter Beweis gestellt, wie gut wir auf die Wünsche unserer Nutzer eingehen können und wie schnell wir aktuelle Trends adaptieren. Das wird bei der unausweichlichen Verschönerung von Spielen in Echtzeit mit KI nicht anders aussehen.

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Der GTA-6-Deal soll ein Zeichen setzen

Um sowohl Microsoft als auch der versammelten GPU-Konkurrenz klarzumachen, wie ernst Apple es mit seiner Gaming-Offensive meint, kommt der Release von GTA 6 dem Unternehmen gerade recht.

  • Das wohl am meisten erwartete Spiel aller Zeiten wird nach den Konsolen zunächst ein Jahr lang exklusiv unter macOS und für die Apple Vision Pro erscheinen.
  • Wann genau es soweit ist, steht noch nicht fest. Sicher ist aber: Die schönste Version von GTA 6 gibt es zuerst unter macOS und nur deutlich später unter Windows.
  • Eine Ray-i-GPU ist dabei Voraussetzung, dementsprechend arbeitet Apple bereits an einer Version der eigenen XR-Brille Vision Pro mit passender Grafikeinheit, wie der folgende Prototyp zeigt:

Eine erste Version der Apple Vision Pro mit Ray-i-GPU. Um damit das riesige GTA 6 lokal rendern zu können, gibt es eine zusätzliche USB-Festplatte, die beim Tragen praktisch an der Seite herunterbaumelt. (Bild KI-generiert mit Adobe Firefly) Eine erste Version der Apple Vision Pro mit Ray-i-GPU. Um damit das riesige GTA 6 lokal rendern zu können, gibt es eine zusätzliche USB-Festplatte, die beim Tragen praktisch an der Seite herunterbaumelt. (Bild KI-generiert mit Adobe Firefly)

Wer GTA 6 unter Windows und mit Grafikkarten von AMD, Nvidia oder Intel spielen will, muss also noch länger warten, als bisher gedacht.

Spätestens dieser Exklusiv-Deal mit Rockstar dürfte klarmachen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen Apple nicht zu den Gaming-Giganten gehört.

Oder aber er macht endgültig klar, dass es sich bei diesem Artikel um einen Aprilscherz handelt.

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